Forschung

Forschungsinteressen

Soziologische Theorie, Kultursoziologie, Soziologie der Emotionen und Affekte, Soziologie des Digitalen, Mediensoziologie, Algorithmuskulturen

 

Aktuelle Forschungsprojekte

 

Seit 2020: Das Regieren der Algorithmen - Eine Soziologie algorithmischer Regierungskunst (zusammen mit Jan Groos)

Das Projekt möchte einen Beitrag zur noch sehr jungen Analyse algorithmischer Regierungskünste leisten. Es bewegt sich dabei an der Schnittstelle zwischen Kultursoziologie, Science & Technology Studies (STS) und den Gouvernementalitätsstudien. Der Begriff des Regierens ist hierbei weit gefasst und geht über eine ausschließlich politische Definition hinaus. Er bezieht sich ganz allgemein auf soziale Felder, Technologien und individuelle Handlungsformen, die der Selbst- und Fremdführung von Menschen dienen. Regierungskünste stellen nun das reflektierte Nachdenken über die beste Form des Regierens dar und algorithmische Regierungskünste tun dies unter Einbezug algorithmischer Verfahren als maßgebliche Elemente des Regierens. Das vorliegende Forschungsprojekt erweitert diese Perspektiven, indem Algorithmen als Subjekte und Objekte des Regierens erforscht werden sollen. Empirisch widmet sich das Projekt der Analyse sozio-technischer Imaginationen des Regierens der Algorithmen entsprechend auf zweifache Weise: Es untersucht (1.) die Regulierung von Algorithmen (im Finanzmarkt und im Datenschutz), und (2.) Imaginationen des Regierens mit algorithmischen Technologien (Blockchain Governance, kybernetische Planung).

 

Seit 2019: Algorithmische Sozialität: Soziologische Erforschung des automatisierten und vernetzten Fahrens

Das Forschungsprojekt untersucht die gesellschaftlichen Aspekte des autonomen bzw. assistierten Fahrens. Der derzeit weitverbreitete Fokus auf die technischen Möglichkeiten und Grenzen von Automatisierung, Digitalisierung, Big Data, künstliche Intelligenz und das maschinelle Lernen verdeckt jedoch die entsprechenden Konsequenzen für soziale Beziehungen und die Subjektivierungsformen. Die Ausgangsthese des Projekts lautet, dass die aktuellen technologischen Entwicklungen im Kontext des autonomen bzw. assistierten Fahrens nicht nur mit bedeutenden technischen Entwicklungen einhergehen, sondern vor allem auch mit Transformationen von Sozialbeziehungen und Subjektivierungsformen. Dabei stehen die Veränderungen der körperlichen und kognitiven Anforderungen und Affordanzen an die menschlichen Individuen im Zentrum der Forschung.

 

Seit 2012: Die Automatisierung der Finanzmärkte. Zu einer Soziologie des Algorithmischen Börsenhandels (zusammen mit Ann-Christina Lange [Kopenhagen] und Marc Lenglet [Paris])

Das Forschungsprojekt wurde von 2012 bis 2016 vom Exzellenzcluster “Kulturelle Grundlagen von Integration” an der Universität Konstanz finanziert. Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden sich u.a. hier: https://www.exc16.uni-konstanz.de/4329.html und hier https://www.exc16.uni-konstanz.de/seyfert-algorithmen-finanzmarkt.html

 

Seit 2006: Lebenssoziologie (zusammen mit Heike Delitz und Frithjof Nungesser)